Mainboard wechseln
Anleitung / Nachträglich / Pflege

von Gregor
Schwierigkeitsgrad

Leider wird auch der beste PC nicht jünger und verliert an Geschwindigkeit. Gerade, wenn viel mit dem PC gearbeitet wird und schnelle Rechenleistung vonnöten ist, kann es sich lohnen, statt den ganzen PC, nur das Mainboard auszutauschen. Bei vielen heutigen Modellen ist der CPU fest mit der Hauptplatine (Mainboard) verbunden. Wir zeigen Dir hier, wie Du ein passendes neues Teil bekommst und richtig in Deinen PC einbaust.

Vorbereitung

Ermittlung der neuen Computer-Komponenten

Für den eigentlichen Aus- und Einbau benötigst Du nicht viel. Wichtiger ist hingegen, dass Du das passende Ersatzteil findest und das Innenleben Deines PCs besser kennenlernst. Ein nützliches Tool, das Dir helfen wird, herauszufinden, welche Teile in Deinem Computer verbaut sind, ist CPU-Z. Ist das installiert, sehen wir weiter.


Ersatzteile für den Wechsel
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Werkzeuge für den Wechsel
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Anleitung

Der Weg zum passenden Mainboard

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Welches Produkt ist geeignet?

Natürlich kannst Du mit der App CPU-Z einfach nur ermitteln, welches Motherboard gerade in Deinem PC steckt, ein neues der gleichen Sorte kaufen und verbauen. Doch wenn Du schon dabei bist, lohnt es sich, zu schauen, ob Du die Funktionen Deines Computers nicht verbessern kannst.
1.) solltest Du schauen, welches Modell gerade drin ist und welches Format es hat. Die meisten Mainboards sind im ATX-Format gehalten, Du musst also nur wissen, welches es ist, denn ansonsten passt es schlicht von den Ausmaßen nicht in Dein Gehäuse.
2.) ist es sinnvoll, herauszufinden, ob der CPU fest verbaut (onboard) ist und welche anderen Teile eventuell bei einem neuen (anderen) Mainboard ersetzt werden müssen. Bei manchen Mittelklasse-PCs kann es sein, dass beispielsweise eine Grafikkarte fest montiert ist, häufig sind Sound- und Netzwerkkarten verbaut und viele Mainboards bieten eine festgelegte Anzahl an USB- Anschlüssen. Brauchst Du mehr oder willst Du andere Komponenten verbaut haben, solltest Du Dir ein entsprechendes Board heraussuchen, dass sich noch personalisieren lässt.

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Lösen der Hauptplatine

Kommen wir aber zu dem Ausbau an sich. Du hast Dein neues Mainboard gefunden und beginnst Deine Arbeit, indem Du den Rechner vom Stromnetz nimmst. Wenn Dir das hilft, kannst Du jetzt ein Bild der Stecker machen, damit Du sie nachher wieder leicht zuordnen kannst. Jetzt solltest Du Dich erden. Das geht am einfachsten, indem Du gleichzeitig den Schutzkontakt oben oder unten an der Steckdose und das Gehäuse Deines PCs berührst, um etwaige Spannungsunterschiede abzubauen. Das ist notwendig, denn selbst kleine Spannungsentladungen können Deine Hardware beschädigen.
Das Gehäuse kannst Du meist mit einem Kreuzschlitz öffnen. Einige lassen sich ganz ohne Werkzeug öffnen.

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Zerlegung in Einzelteile

Du dürftest jetzt eine oder drei längliche Boxen sehen, die festgeschraubt einen Großteil des Innenraums einnehmen. Da befinden sich die Grafikkarten. Du kannst die Schrauben und danach die Steckverbindung vorsichtig lösen und sie geschützt beiseite legen.

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Verkabelung entfernen

Auch hierbei kann es sinnvoll sein, ein Foto zu machen, denn die Kabel für die Stromversorgung oder die Verbindung zu Deinem Hauptspeicher etc. müssen genau so wieder verbunden werden.
Am einfachsten ist es, wenn du die Kabel mit ihren Geräten zusammen aufbewahrst, so zum Beispiel die Festplatte mit ihrem Anschlusskabel. Weitere längliche Steckplätze bieten Raum für den Arbeitsspeicher, den Du behutsam lösen und beiseite legen solltest. Meistens ist neben dem Arbeitsspeicher der ATX-Anschluss, über den die Stromzufuhr Deines Mainboards läuft. Auch die Verbindung zwischen den USB-Steckplätzen, die nach außen reichen, sollte gelöst werden.

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Mainboard ausbauen

Wahrscheinlich hast Du die meisten Elemente außer der CPU behalten und ausgebaut. Übrigens ist nun auch ein geeigneter Zeitpunkt, eine neue Lüftung einzubauen. Merk’ Dir am besten wie die Anschlüsse aussehen, dann kannst Du sie anhand dessen oder der englischen Bezeichnung (Abkürzung) anbringen.
Jetzt, da alles Wichtige entfernt ist, musst Du nur noch die Schrauben des Mainboards lösen und es rausholen. Du kannst bei der Gelegenheit mal das Gehäuse reinigen.

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Mainboard anschließen

Das neue Board schraubst Du mit denselben Schrauben wieder an die Stelle des alten. Achte auf die korrekte Ausrichtung, damit Deine Außenanschlüsse später richtig vor der Abblendung liegen. Außerdem sollte etwas Platz zwischen dem Mainboard und dem Gehäuse sein, damit es nicht zu heiß wird. Die zugehörige neue CPU befestigst Du auf dem Sockel, den erkennst Du leicht, denn da ist eine Art verschraubte Befestigungsklemme.
Jetzt schaust Du Dir die Steckplätze an, sie sehen eigentlich immer ähnlich aus. Da, wo die Grafikkarte hingehört, steht oft GPU. Der Arbeitsspeicher (RAM) hat die langen Steckplätze und die Festplatte muss wieder via SATA-Anschluss mit dem Mainboard verbunden sein.
Hast Du neue Lüfter eingebaut, müssen auch diese an das Mainboard geschlossen werden. Die Stromzufuhr befindet sich oft in der Nähe der nach außen gehenden Ports. Denk’ außerdem an die USB-Verkabelung und die generelle Stromzufuhr, den ATX-Anschluss.

Nun sollte Dein Computer wieder betriebsbereit sein.

Tipps & Co.

Tipps

Warnung

Die Kontakte der Anschlüsse aller Steckverbindungen sind empfindlich, deshalb solltest Du sie nie mit bloßen Fingern anfassen. Du könntest sie verschmutzen oder Spannungen entladen, die Deine Hardware durchaus nachhaltig beschädigen kann. Deshalb: Erde Dich immer mal wieder während des Umbaus und fass’ die Bauteile immer an unbedenklichen Stellen an.

Tipp

Bevor Du den Computer wieder regulär in Betrieb nimmst, ist es hilfreich, erst das Bios-Menü beim Hochfahren zu öffnen und zu schauen, ob alle Hardware korrekt erkannt wird. Eigentlich sollte es keine Probleme geben, aber falls doch, kannst Du anhand der Warntöne herausfinden, wo das Problem liegt.

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Mainboard wechseln Kosten

Ersatzteile
Mainboard ca. 0 €
Werkzeuge
Schraubendreher ca. 28 €
Gesamtkosten ca. 28 €
Computer Kategorie

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Checkliste
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