Pleuellager wechseln
Kosten / Anleitung / Zeit

von Wilhelm
Schwierigkeitsgrad

Die Pleuellagerschalen sind eine der möglichen Ursachen für fehlenden Öldruck, Klopfgeräusche, spätere Motorschäden durch mangelnde Schmierung oder das Festfressen der Lager. Tausch sie also bald aus, bevor sich der Defekt ausbreitet.

Vorbereitung

Das richtige Werkzeug und passendes Motoröl

Die Arbeit ist nicht schwierig, aber Du benötigst einen vollen Werkzeugsinstallationssatz und einen Drehmomentschlüssel. Bereite das am besten vor, damit Dir zwischendurch kein Werkzeug fehlt und Du die Weiterarbeit vertagen musst.

Außerdem musst Du Dich darüber informieren, welches Motoröl für Deinen Motor zugelassen ist, damit Du den Wagen im Anschluss wieder ordnungsgemäß befüllen kannst und alles wie geschmiert läuft. Du findest die nötige Information auch im Betriebshandbuch oder in den Zulassungspapieren.


Ersatzteile für den Wechsel
Pleuellager
im Vergleich
Top bewertet
Passend für folgende (und weiter) ModelleVW Golf 3/4, Audi A3/A4 ... Passend für folgende (und weiter) ModelleJeep Comanche/Wrangler ... Passend für folgende (und weiter) Modelle
Inhaltacht Stück Inhaltsechs Stück Inhalt
Preis 20,16 €
Pleuellager
Aktuell nur 20,16 €
44,00 €
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Weitere Pleuellager im Angebot

Werkzeuge für den Wechsel
  • Bolzen
    Bolzen
    Bolzen
    Zum Lösen der Platte
    Empfehlung
  • Buchse
    Buchse
    Buchse
    Zum Entfernen des Unterteils der Wanne
    Empfehlung

Materialien für den Wechsel
  • Poliertuch
    Poliertuch
    Poliertuch
    Zum Reinigen des Kurbelzapfens
    Empfehlung
  • Dichtungsmittel
    Dichtungsmittel
    Dichtungsmittel
    Zum Verdichten des äußeren Rands
    Empfehlung
Anleitung

10 kompakte Schritte, um das Pleuellager auszutauschen

Das Öl macht die Schmierung

Wir empfehlen Dir, ganz genau zu schauen, welches Öl Du für den Motor Deines Wagens benötigst. Am besten kaufst Du es bei einem Händler, bei dem sichergestellt ist, dass Du das Altöl nach dem Wechsel abgeben kannst, ohne dass Dir weitere Kosten entstehen. Deshalb hier der Weg zu unserem zuverlässigen Partner.


1

Das Motoröl ablassen

Du musst das alte Motoröl ablassen, damit die Ölwanne trocknet. Am besten lässt Du das Öl ab, wenn der Wagen noch bei Betriebstemperatur ist, da es dann viel schneller abfließt. Einmal abgelassen musst Du das Ablaufrohr entfernen, da es sonst die Abnahme des Aluminiumteils der Ölwanne behindern würde. Nun kann das Unterteil der Wanne mithilfe einer 10mm Buchse entfernt werden.

2

Das Aluminiumteil entfernen

Dann solltest Du das Aluminiumteil des Sumpfes entfernen. Vergiss nicht die 2 kleinen 10mm Muttern hinter der Abdeckplatte. Lass die Muttern bloß nicht fallen, sonst landen sie im Getriebegehäuse. An der Aluminiumwanne ist eine Prallblechplatte angebracht, die Du entfernen musst, um an einige der 12mm Schrauben an der Vorderseite zu gelangen.

3

Lösen der Platte

Sobald alle Bolzen vom Sumpf entfernt wurden, musst Du die Platte lösen (10mm Bolzen). Auch das Aufnahmerohr muss entfernt werden – es wird mit 2 x 12mm Bolzen und einer 10mm Halterung gehalten.

4

Schrauben lösen, die die Lagerhalter halten

Sobald all diese Teile entfernt sind, siehst Du die großen Wandhalterungen an der Unterseite des Pleuels. Den Motor musst Du von Hand (im Uhrzeigersinn) drehen, bis 4 Stangen unten liegen, so dass Du auf die 2 x 14mm Schrauben an jedem Halter zugreifen kannst (einer nach dem anderen). Dann löst Du die zwei Schrauben, die den Lagerhalter halten und rüttelst leicht an der Kappe.

5

Die Stange nach oben schieben schwenken

Sobald die Haube frei ist, wirst Du die Hälfte des Lagers in der Kappe finden, die andere Hälfte wird im unteren Teil der Pleuelstange sein. Daher musst Du die Stange vorsichtig ein wenig nach oben schieben und auf eine Seite der Kurbel schwenken, um Zugang zu bekommen.

6

Auf ungünstigen Verschleiß prüfen

Sobald Du die Lager einmal entfernt hast, kannst Du auf ungünstigen Verschleiß prüfen. Sollten die Hauptpunkte kupferfarben sein, dann ist dies ein ganz normaler Verschleiß und ein Indikator dafür, dass sich die Kurbelwelle in gutem Zustand befindet.

7

Einbau des neuen Lagers

Vorausgesetzt mit der Kurbelwelle ist alles in Ordnung und es gibt keine Vertiefungen in der Oberfläche, kannst Du das Lager montieren. Achte beim Einbau der Lager zunächst darauf, dass der Kurbelzapfen sauber ist. Verwende ein flusenfreies Tuch, um die Teile zu reinigen. Achte darauf, dass die neuen Lager korrekt in den Halterungen sitzen und dass die Nitches fest in den Halterungen auf Stange und Lagerdeckel sitzen.

8

Motor auf Engstellen prüfen

Nachdem Du die Lager in die Halterungen gesetzt hast, kannst Du die Lagerdeckel wieder zusammenbauen und bis zum erforderlichen Drehmoment von 20NM dann 60-65 Grad anziehen. Nach dem Anziehen musst Du durch manuelles Umdrehen des Motors auf eventuelle Engstellen prüfen. Entferne die 4 Zündkerzen, damit es keine Probleme gibt. Drehe den Motor um, indem Du eine Buchse oder einen Schraubenschlüssel auf die Kurbelscheibe legst (der Motor sollte sich gleichmäßig und ohne Engstellen drehen).

9

Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge

Sobald alle Teile ausgetauscht sind und Du mit der Motorumdrehung zufrieden bist, kannst Du mit dem Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge beginnen. Verwende beim Versiegeln der Ölwanne eine Qualitätsversiegelung.
Beim Auftragen von Dichtungsmittel musst Du sicherstellen, dass Du nur einen Wulst um den äußeren Rand herum (ca. 5mm) legst und ihn mit entsprechendem Werkzeug oder einfach dem Finger etwas glatt streichst.

Tipps & Co.

Darauf sollte nach dem Wechsel achtgegeben werden

Tipp

Beim erstmaligen Start des Motors, den Stecker vom Widerstandspaket abziehen, damit sich der Öldruck des Fahrzeugs aufbauen kann. Zieh den Stecker des Widerstandspaketes von den Einspritzdüsen ab, damit der Motor nicht anläuft. Lass ihn 10-20 Sekunden lang anlaufen. Wenn der Motor einmal gestartet ist, nicht die lebenden Tageslichter herausdrehen. Prüfe vor Fahrtantritt unbedingt auf eventuelle Schäden bei Betriebstemperatur. Bei der ersten Fahrt den Öldruck kontrollieren, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist.

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