Wachstücher selber machen
Anleitung / Was beachten / Tipps

von Bernd & Claudia
Schwierigkeitsgrad

Es gibt viele Möglichkeiten, Abfälle zu reduzieren und vor allem Plastik einzusparen. Die einfachste Methode ist die Verwendung von Wachstüchern, um Lebensmittel aufzubewahren. Meistens werden Tücher mit natürlichem Bienenwachs überzogen, was das Material nicht nur flexibel biegsam, sondern auch hygienisch sicher macht. Natürlich gibt es schon einige Hersteller, die die umweltfreundlichen Helfer anbieten, allerdings kann man sie auf denkbar einfache Weise selbst herstellen und kennt dadurch die verwendeten Materialien. Wir zeigen Dir, wie es funktioniert.

Vorbereitung

Biologisch einwandfreie Produkte

Beim Kauf der Zutaten gibt es ein paar Dingen, die Du beachten kannst. Stoffreste und Bio-Kokosöl sind schnell besorgt, beim Wachs kann man aber einiges falsch machen. Wir schlagen Dir vor, dass Du trotz des höheren Preises Wert auf Bio-Bienenwachs legen solltest. Das Naturprodukt hat nicht nur den Vorteil, dass es deutlich angenehmer riecht, sondern auch, dass es eine natürliche antiseptische Wirkung besitzt. Beim Kauf solltest Du genauer hinsehen, denn manche Hersteller strecken ihr Bienenwachs mit künstlichen Wachssorten. Sicherer und umweltverträglicher ist es, beim regionalen Imker einzukaufen.


Werkzeuge
  • Bügeleisen
    Bügeleisen
    Bügeleisen
    zum Glätten der Wachsschicht
    Zum Produkt
    Bügeleisen
    Aktuell nur 19,90 €
  • Silikonpinsel
    Silikonpinsel
    Silikonpinsel
    zum Auftragen von Wachs und Öl
    Zum Produkt
    Silikonpinsel
    Aktuell nur €
  • Zickzack-Stoffschere
    Zickzack-Stoffschere
    Zickzack-Stoffschere
    zum dekorativen Kürzen des Stoffs
    Zum Produkt
    Zickzack-Stoffschere
    Aktuell nur 22,99 €

Materialien
  • Baumwolltücher
    Baumwolltücher
    Baumwolltücher
    Grundlage des späteren Wachstuchs
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    Baumwolltücher
    Aktuell nur 9,99 €
  • Bienenwachsperlen
    Bienenwachsperlen
    Bienenwachsperlen
    zur Beschichtung des Stoffs
    Zum Produkt
    Bienenwachsperlen
    Aktuell nur 19,90 €
  • Kokosöl
    Kokosöl
    Kokosöl
    macht die Beschichtung geschmeidig
    Zum Produkt
    Kokosöl
    Aktuell nur 11,99 €
  • Backpapier
    Backpapier
    Backpapier
    zum Schutz des Bügeleisens
    Zum Produkt
    Backpapier
    Aktuell nur 15,90 €
Anleitung

Weniger Abfall durch selbstgemachte Wachstücher

1

Wachstücher zuschneiden

Wasche die Baumwolltücher bei hohen Temperaturen, um Keime abzutöten. Schneide den getrockneten Stoff mit der Zickzack-Stoffschere auf die gewünschte Größe vor. Gängige Maße sind 20 x 18 cm (klein), 25 x 23 cm (mittel) und 35 x 33 cm (groß). Noch kleinere Varianten mit 10 x 8 cm sind aber auch praktisch und eignen sich zum Verschließen von angebrochenen Dosen.

Die Kanten müssen nicht abgesäumt werden, da das Wachs das Ausfasern des Stoffes verhindern wird.

2

Wachsmischung herstellen

Erhitze ca. vier gehäufte Esslöffel Bienenwachs in einer Aluminiumschüssel im Wasserbad und menge ca. einen Teelöffel Kokosöl bei. Verrühre die Mischung mit dem Silikonpinsel, damit das Öl gut verteilt auf dem Baumwolltuch landet.

3

Tuch mit Wachs bearbeiten

Lege ein Backpapier unter und breite das Baumwolltuch darüber. Nun wird das Tuch gleichmäßig mit dem Wachs-Öl-Gemisch bestrichen. Achte darauf, das Wachs gut in die Fasern einzuarbeiten, dadurch wird der Stoff später besonders flexibel. Lass die bearbeitete Seite erstmal trocknen, bevor Du die andere auf dieselbe Weise behandelst.

4

Wachstuch ausbessern

Es kann sein, dass sich noch Lücken oder Unebenheiten auf dem Tuch befinden. Die kannst Du ausbessern, indem du das Tuch beidseitig in Backpapier legst und mit dem Bügeleisen drüber gehst. Auch später kann das Tuch auf diese Weise erneuert werden.

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Tipps & Co.

Bio-Wachstücher und vegane Varianten

Tipp

Falls Du kein Bienenwachs verwenden möchtest, gibt es inzwischen auch vegane Alternativen. Die beste davon ist das Rapswachs, da es ähnliche Schmelz- und Formeigenschaften wie das Bienenwachs besitzt. Achte aber auch hier darauf, ein ungestrecktes Produkt mit Lebensmittelqualität zu kaufen.

Warnung

Manche Hersteller strecken ihre Wachssorten mit Paraffin oder anderen Erdölerzeugnissen. Diese sollte man im Umfeld von Lebensmitteln vermeiden. Man erkennt sie meist schon am starken chemischen Geruch, der sich auf das Essen überträgt.

Häufig gestellte Fragen

Fragen zum Herstellen von Wachstüchern

Wofür kann ich ein Wachstuch benutzen?

Wachstücher werden wie eine Frischhaltefolie über Lebensmittel gelegt. Der Vorteil an Bienenwachstüchern ist, dass sie eine leicht antibakterielle Wirkung haben. Außerdem setzt sich kein Kondenswasser an den Tüchern ab, wodurch Lebensmittel weniger schnell schimmeln.

Auch zum Transport von Obst oder Schulbroten eignen sich die Tücher perfekt. Durch die wächserne Textur schmiegen sie sich an den Inhalt und schützen ihn vor Schmutz oder Dellen. Der größte Mehrwert liegt aber in ihrer Wiederverwendbarkeit. Ein Wachstuch kann jahrzehntelang benutzt und ggf. durch frisches Wachs ausgebessert werden, während Frischhaltefolie nach einmaligen Gebrauch entsorgt werden muss.

Wie viel Wachs brauche ich für ein Wachstuch?

Je nach Größe ist das sehr unterschiedlich, aber für ein großes Wachstusch kannst Du schon zwei bis drei Esslöffel Wachs einplanen, weil es sorgfältig in die Faser eingerieben werden sollte. Das entspricht 30-50g.

Wie bekomme ich ein Waschtuch wieder glatt?

Ein zerknittertes Wachstuch, dessen Wachsschicht brüchig oder uneben geworden ist, kann ganz einfach durch etwas frisches Wachs wiederbelebt werden. Dazu das Wachs auf die veralteten Stellen geben und das Ganze zwischen zwei Backpapieren glatt bügeln, trocknen lassen, fertig.

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Wachstücher selber machen Kosten

SelberMacher-Kosten

Werkzeuge
Bügeleisen 19,90 €
Silikonpinsel
Zickzack-Stoffschere 22,99 €
Materialien
Baumwolltücher 9,99 €
Bienenwachsperlen 19,90 €
Kokosöl 11,99 €
Backpapier 15,90 €
Gesamtkosten ca. 101 €
Lebensmittel Kategorie

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Checkliste
  • Bügeleisen
  • Silikonpinsel
  • Zickzack-Stoffschere
  • Baumwolltücher
  • Bienenwachsperlen
  • Kokosöl
  • Backpapier